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Militärputsch in der Türkei

Was ist ein Militärputsch? 

Armeen haben häufig Traditionen, die älter sind als die Nationalstaaten, deren Existenz zu sichern ihre Aufgabe ist. Die Klassenzusammensetzung des Offizierskorps kann dabei eine Rolle spielen, die Größe der Armee, eine Tradition von vorangegangenen Militärputschen, Niederlagen in Kriegen oder nationale Krisen, deren Bewältigung einer zivilen Regierung nicht zugetraut wird. Das kann dazu führen, dass zivile Regierungen entweder von Militärs in Putschen direkt beseitigt, oder aber vom Militär ihren inneren Feinden ausgeliefert werden.

Häufiger als der direkte Putsch mit dem Sturz der Regierung ist die legalisierte Auflehnung, bei der das Militär seine umfangreichen Machtbefugnisse nutzt, um direkten Einfluss auf politische Regierungsentscheidungen zu nehmen. In der Türkei, Thailand, Chile und in Burma hatte sich das Militär nach Militärputschen auch für die Zeit nach der Rückgabe der Macht an die Zivilisten derartige Einflussmöglichkeiten gesichert. Parlamentssitze und andere institutionalisierte Einflussmöglichkeiten sichern dem Militär einen Einfluss an der politischen Macht, ohne dass eine direkte Gewaltandrohung ausgesprochen werden muss. 

 

IstanbulBr-ckensperrung

Am Freitag den 15 Juli 2016 startete in der Türkei ein Militärputsch.Bei diesem gescheiterten Putsch kamen nach offiziellen Angaben 265 Menschen ums leben, 1440 wurden dabei verletzt.

Hier kommt nun eine Chronologische Auflistung der Geschehnisse in der Türkei:

Freitag Abend gegen 19:30 Uhr wurden in Israel zwei Bosporusbrücken gesperrt.

Kurz darauf verkündete der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim, das ein Teil der Türkischen Streitkräfte einen Putschversuch gestartet haben. Das Militär verkündet es habe die Kontrolle über die Türkei übernommen, verhängt eine Ausgangsspeere und ruft das Kriegsrecht aus. Mit dem Putsch soll die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie und die Menschenrechte wiederhergestellt werden.

 

T-rkeiPutsch1

Unterdessen fallen in Ankara Schüsse,
Über Istanbul fliegen Militärjets und Hubschrauber.
Die Armee hat den staatlichen Sender TRT übernommen.

Das Umfeld des Präsidenten bestätigen das die Handlungen der Armee NICHT von der Militärführung befohlen worden sei, sondern von einer Gruppe innerhalb des Militärs.

Menschen strömen auf die Straßen zu den Banken und heben Geld aus den Automaten ab.

Die komplette Internetvernetzung in der Türkei wird gesperrt

Staatschef Erdogan spricht mit einer Moderatorin des Senders CNN Türk worauf sie    das Smartphone in die Kamera hält und er zu seinen Landsleuten spricht und sie auffordert auf die Straßen zu gehen um ein Zeichen zu setzen.

Der Türkische Justizminister sagt: Hinter diesen Putsch stecken Anhänger der Geistlichen und Erdogan- Widersacher Fethullah Gülen. Eine Gülen nahestehende Gruppe mit Sitz in den USA nennt diese Anschuldigungen für unverantwortlich.

 

 

T-rkeiPutsch7

 

Auf dem Taksinn- Platz ergeben sich rund 30 am Putschversuch beteiligten Soldaten, nachdem Sie von Polizisten umstellt wurden.

Präsident Erdogan kehrt kehrt nach istanbul zurück und wird von 1000 seiner Anhänger unter tosenden Applaus willkommen geheißen. Er zeigt sich kurz darauf im Türkischen Fernsehen und nennt diesen Putschversuch einen Akt von „Landesverrat“ für den eine Minderheit innerhalb des Militärs verantwortlich sei. Dies sei der Anlass für eine „Säuberung“ der Armee.

Am Samstag den 16. Juli 2016 ist im griechischen Alexandronpolis ein türkischer Armeehubschrauber vom Typ „ Black Hawk“ mit 8 Insassen ( / Soldaten und ein Zivilist) gelandet. Diese wurden sofort verhaftet und alle 8 Insassen beantragten umgehend politisches Asyl ( Offenbar gehörten sie zu den Putschisten).

T-rkeiPutsch3Am Samstagnachmittag wird wird die Verhaftung von General Adem Huduti verkündet. Er ist bisher der ranghöchste Soldat, der im Zusammenhang mit dem Putschversuch gesucht wurde. Er wurde mit meheren Offizieren festgesetzt.

 

Am Samstagabend verkündete der türkische EU- Minister das die Lage in der Türkei zu 90% wiederhergestellt sei.

Erdogan geht nun auch gegen die Justiz vor und hat 2745 Richter des Amtes enthoben und vom Dienst abgesetzt. Einige viele Schüler und Schülerinnen wurden der öffentlichen Schulen verwiesen weil Sie oder Ihre Angehörigen unter Verdacht stehen Anhänger des Geistlichen  und Erdogan- Widersacher Fethullah Gülen zu stehen.

 

Die Sicherheitsmaßnahmen auf der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden der Türkei werden verschärft.
Dort sind auch 240 Bundeswehrsoldaten stationiert. Bei diesen Sicherheitsmaßnahmen handelt es sich um eine Routinemäßige, vorsorgliche Erhöhung der Bereitschaftsstufe der Soldaten.

Dies sei nur zum Schutz, alle deutschen Soldaten sind wohlauf, die Lage sei Ruhig, so der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Deutschland.

 

Erdogan fordert von der USA Regierung die Auslieferung von dem in den USA lebenden Geistlichen Fethullah Gülen. Die türkische Regierung sieht in seinen Anhängern die Schuldigen für den Versuch der Machtübernahme in der Türkei. Gülen bestreitet es vehement verantwortlich zu sein und hält es für Möglich, dass der Putschversuch inszeniert worden sei.

 T-rkeiPutsch8

In der griechischen Hafenstadt Alexandropolis treffen 13 türkische Militärs in einem Militärhubschrauber ein. Sie sollen den türkischen Hubschrauber abholen. Ob und wann die 8 angeblichen Putschisten in die Türkei ausgeliefert werden sollen oder nicht war am Samstagabend den 16. Juli 2016 noch Unklar. Das Asylverfahren kann bis zu 20 Tage in Anspruch nehmen werde aber „absoluten Respekt“ gegenüber den Vorgaben der Menschenrechtsverträgen durchgeführt.

Was die EU und Deutschland daraus macht oder wie sie handeln zu den Vorkommnissen in der Türkei folgt bestimmt in einen meiner nächsten Beiträge hier im Blog.

 

Seid gegrüßt

Euer Oliver

Quellen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Putsch

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/07/findet-ein-militarputsch-in-der-turkei.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuekei-chronologie-des-putschversuchs-a-1103344.html

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  • wow

    Ich bin ja nicht so der Blogleser, aber ich muss sagen, das ist mal richtig gut geschrieben. Kurz und bündig. Eine gute zusammenfassung der ereignisse!